FAX-BETRUG eines Fake-Anwalts aus dem Ausland

Die angebliche Millionen Erbschaft oder Versicherungsauszahlung. Eine frei erfundene Rechtsanwaltskanzlei aus dem Ausland schreibt.

BRANDHEISSES UPDATE vom 12.04.2022:

Es werden jetzt auch FRANKIERTE BRIEFE versendet. Zum Beispiel von der Fake-Kanzlei Santos Cruz Advogados aus Portugal.

Um es dem schnellen Leser einfach zu machen: Faxe (und neu Briefe) von ausländischen Anwälten aus USA, Kanada, Portugal oder anderen Ländern sind fast immer Scam – also Betrugsversuche. Hier einige Beispiele von bestätigten Betrugsversuchen:

  • Carey Law LLC“ Atlanta
  • Hohnstein Law Professional
  • Sinclair & Sinclair
  • Harry Hochman aus Toronto
  • Smith & Partners associates aus Texas
  • Burnett & Jacobson LLP
  • Daniel Silaghi Law
  • NEU: 31.01.2022 Heakes Housley Law
  • und ähnliche Konsorten.
  • 29.03.2022 Santos Cruz Advogados
  • 20.04.2022 Adam Weisberg Professional Corporation (adamweisberglaw. com)
  • 26.04.2022 M&B Abogados aus Madrid, Calle Franco, 6, El Viso (mbadogadoss.com)
  • und viele mehr…

Zu beachten ist, dass es diese Kanzleien teilweise tatsächlich gibt aber von diesen die Faxe nicht versendet werden, sondern die Betrüger verwenden reale Kanzlei-Namen oder kopieren ganze Kanzlei-Webseiten und versenden unter deren Namen dann die Betrugs-Faxe.

Statistik verrät Aktivitätswellen

Die Webstatistik zeigt: Die Betrüger gehen in „Wellen“ vor. Viele tausend Menschen haben sich genau diese meine Aufklärungs-Seite angesehen. Wenn die Betrüger wieder neue Faxe versenden springt die Anzahl der Besucher massiv nach oben..

Fax von Adam Weisberg Professional Corporation – Kanada

Eine weitere Variante von Adam Weisberg Professional Law corporation aus Canada, welche 11.840.000 USD in Aussicht stellt ist mir kürzlich zugesendet worden. „unbefristete Lebensversicherung“, „versicherte Dauerpoliccen“ und so ein Geschwafel wie gehabt.

Der Fax-Kopf der Adam Weisberg Law Professional Corporation
Der Betrugstext mit der angeblichen Unterzeichnung eines Adam Weisberg

Frankierter Brief von Santos Cruz Advogados

12.04.2022 – Das setzt nochmal einen oben drauf. Vermutlich steigt bei postalisch zugestellten Briefen die Erfolgsquote. Wollen wir hoffen, dass möglichst wenig darauf hereinfallen.

Ein mit 99cent frankierter Brief wurde aus Portugal verschickt.
Dieses Schreiben erreichte das Opfer per Post. Ganz unten ist ein weiteres Beispiel des gleichen Briefes, nur diesmal als Fax versendet.

Hier habe ich die Ereignisse nochmal seit 2018 aufgeführt – mit vielen weiteren Beispielen.

Die ganze Geschichte im Detail:

Bei den hier beschriebenen Faxen von der Firma Carey Law LLC oder diverser anderer Kanzleien aus dem Ausland handelt es sich um einen raffinierten Vorschussbetrug. Es liegen mir inzwischen mehr als 20 Erfahrungsberichte bzw. gleich lautende Faxe von unterschiedlichen Empfängern vor.

Walter Carey Law LLC – Das erste Fax:

Walter Carey Law LLC und das 7,6 Mio. € Erbe.

Das erste Fax vom 29.11.2018

Am 29.11.2018 bekam ich ein Fax von einem Herrn Walter Carey, Inhaber der Anwaltskanzlei „Carey Law LLC“ aus Atlanta. Nicht der übliche Spam von Autohändlern aus Köln. Es war ein Schreiben, persönlich an mich adressiert mit korrekter Anrede, mit nicht unterdrückter Absenderkennung und einer Seite Inhalt in ausreichend gut lesbarer Schrift. Briefkopf und allem, was so dazugehört. Im Fax-Kopf steht die Absenderrufnummer +1470.300.7735, also USA.

Bild von Walter Carey aus Atlanta mit Scam-Alert dadrüber gedruckt
Walter R. Carey, Inhaber der angeblichen Kanzlei „Carey Law LLC“, wie er sich angeblich auf seinem Pass darstellt. Möglicherweise handelt es sich um einen gestohlenen Pass und der abgebildete Mensch weiß gar nichts davon. Wer ihn kennt, möge ihn bitte benachrichtigen. Danke.

Der Inhalt des Fax in Kürze

erklärt mir ein Herr Walter R. Carey (der Inhaber einer Rechtsanwaltskanzlei) in diesem Fax (Link zu der Original-Datei als .pdf)? Ein Geschäftsmann mit Namen Jürgen Eppich (also mein Nachname) hätte eine Erbschaft hinterlassen und es gäbe keinen Erben bla und so weiter. Es folgt ein Absatz über die Höhe des Nachlasses, dass zu diesem Nachnamen in den USA keine Erben ermittelt werden können (klar, ist ja auch kein häufiger Name, den ich da selbst trage) und ich wegen dem gleichen Nachnamen daher kontaktiert werde. Das Angebot, man könne sich das Erbe teilen, sofern bestimmte Formulare vorliegen würden und so weiter.

Also die bekannte SCAM-Masche, die auch gern unter Nigeria-Connection bekannt ist, obwohl das kein Nigerianisches Phänomen ist, wie wir gleich sehen werden.

Screenshot des Faxes vom 29.11.2018
Das Fax vom 29.11.2018, welches ich von Walter Carey aus Atlanta erhalten habe

Die Formulierungen sind in eleganten, zeitgemäßen und vor allem in weitestgehend korrektem Deutsch formuliert. Auf den ersten Blick lässt sich keinerlei Indiz für betrügerische Absichten finden. Abgesehen von dem Grundprinzip der Masche – Nachlass ohne Erben bla bla usw…

Weitere Details aus dem Schreiben

von Walter Carey aus Atlanta

Herr Carey schreibt von 7.6Mio. €, einem Herzinfarkt, einer Bank auf Hawaii, will Vertrauen in die Kooperation und garantiert alles mögliche. Einzig auffällige scheint eine gmail-Adresse zu sein, die aber auch bei solchen privaten Geschäften ggf. plausibel ist, anstelle einer offiziellen Geschäftsadresse zu verwenden. Jedenfalls ein erster möglicher Verdachtsmoment.

Die erste Recherche

Die Erste Analyse zu Carey Law bleibt ohne Befund

Als Erstes versuchte ich etwas über die hier angegebene Firma Carey Law LLC in Atlanta herauszufinden. Die Suchergebnisse haben mich verblüfft. Es gibt eine professionelle Webseite mit Informationen eines gleichlautenden Anwaltsbüros. Alle Kontaktdaten vom Fax sind mit denen, der Anwaltskanzlei übereinstimmend. Es gibt sogar eine vernünftig gepflegte Facebook-Firmen-Webseite, ordentliches Impressum und Kontaktmöglichkeiten.

Ich habe keine weiteren Vergleiche mit Rechtsanwaltswebseiten in den USA und kann daher nicht mit Bestimmtheit sagen, ob man anhand der Webseite die betrügerischen Absichten erkennen könnte. Jedenfalls mir als ausländischer Bürger wäre ich nicht in der Lage zu erkennen, ob das eine gefälschte Webseite ist. Jedenfalls stimmen die Daten mit denen des Faxes überein.

Weitere Punkte, die einen Betrug zunächst unwahrscheinlich erscheinen lassen:

  • Der Faxversand kostet Geld, jedenfalls ins Ausland. Auch braucht es viel mehr Zeit, um tausende Faxe zu versenden. Massenweise versendeter Scam dürfte die Versender daher zu teuer und zu aufwändig sein.
  • Das Schreiben ist mit persönlicher Anrede versehen
  • Der Nachlasser trägt den gleichen Nachnamen wie ich
  • Das Schreiben ist in fast völlig korrektem Deutsch formuliert. Man hat zwischenzeitlich formuliert, dass die SCAM-Briefe absichtlich in schlechten Deutsch formuliert sind, so dass nur die einfachen Gemüter von der Echtheit ausgehen und so eine Vorauswahl stattfindet, die „schlaue Füchse“ von Anfang an aussortiert. Dies scheint hier offensichtlich nicht der Fall zu sein
  • Die Absenderkennung im Fax-Kopf, die angegebenen Kontaktdaten und die Adresse stimmen mit dem Impressum der Webseite überein

All das sieht mir für einen üblichen Scam viel zu aufwendig aus. Insofern wäre das ein neues Level dieses Artes von Betrug. Man möchte ja niemanden zu Unrecht des Betruges oder Betrugsversuches beschuldigen. Ganz sicher auch nicht in diesem Fall. Aber wie bin ich überhaupt drauf gekommen, dass es sich hier um Betrug handeln muss? Jedenfalls bei dem versendeten Fax?

Es gibt inzwischen auch Beweise, dass es sich um eine aufwendig gestaltete Fake-Webseite handelt.

Hinweise auf echten Fax-Betrug

Der Fake mit scheinbar seriöser Webseite

-> die tiefe Analyse mit ersten harten Fakten

Abfrage whois-Daten

Die Ergebnisse der Whois-Daten waren öffentlich. Hieraus kann man erkennen, dass die Domain der Firma „Carey Law LLC“ nicht in den USA registriert wurde, sondern in Australien. Was für eine Anwalts-Webseite aus den USA schon sehr sehr ungewöhnlich ist, um eigentlich zu sagen, praktisch ausgeschlossen werden kann. Aha – also ein erstes Indiz. Vielleicht habe ich ja eine neue Australia-Connection entdeckt…

UPDATE WHOIS-ABFRAGEN

die aktuell berichteten Fake-Webseiten haben die WHOIS-Abfrage anonymisieren lassen bzw. bei einem anonymisierenden Registrar gebucht. Dieser schnelle Weg der Überprüfung ist aktuell nicht mehr gegeben.

Analyse des Quelltextes der Scam-Webseite

Analyse des Quelltextes der angegebenen Webseite: „careylawfirmllc dot com“. Auf den ersten Blick eine WordPress-Site mit vernünftigen, wenn gleich auch nicht vollständigen Metadaten. Kein Geheimcode oder was hätte ich da eigentlich erwartet? Halt – doch da – ich habe einen smoking gun. Eine Open-Graph URL passt nicht zur Webseite, sondern nennt eine völlig andere Domain. Die schauen wir uns mal an und da sehe ich eine völlig identische Webseite einer Anwaltskanzlei, nur ein anderer Ort sowie eine andere Telefonnummer.

der verdächtige Quelltext
Der Quelltext von der fraglichen Webseite zeigt Überreste einer völlig anderen Webseite  – vermutlich das Original, von dem aus kopiert wurde.

Wie es aussieht, ist das möglicherweise der Hinweis auf das Original, von dem aus die Webseite kopiert wurde und der Scammer hat sich nur nicht die Mühe gemacht, den Quelltext zu bereinigen.

Analyse der Absendernummer in der Telefonzentrale

Die auf den Faxen gedruckte Absendernummer muss ja nicht mit der tatsächlichen übereinstimmen. Und die tatsächliche Nummer ist eine Absendernummer aus Australien. Ich kann das nur im Protokoll der Telefonzentrale einsehen, daher habe ich es auch erst zum Schluss gesehen. Also Australia-Connection? Gibt es Gründe, dass eine Kanzlei aus den USA den Faxversand aus Australien organisiert? Schwer vorstellbar – oder?

Ausweiskopie von Herrn Walter Carey (Fake)

Personalausweis von Herrn Walter Carey aus Atlanta
Carey Law LLC Walter R Carey: Hier das Beispiel des vermutlich gefälschten Ausweises. Ich habe, für den Fall, dass der Ausweis gestohlen wurde, einige Zahlen und Details retuschiert, um den eventuell existierenden eigentlichen Eigentümer nicht zu schaden. Dieser Ausweis wird bei einer Antwort auf das Schreiben als Vertrauensbeweis verwendet und weist keine erkennbaren Retuschen auf.

Ein Leser hat bereits geantwortet und auf seine Zweifel hin wegen der angegebenen privaten Emailadresse hin sogar eine Ausweiskopie erhalten, die relativ echt aussieht. Ziemlich echt sogar. Es gibt aber in den USA Webseiten, die einen täuschend echten Reisepass als Service anbieten. Fake-Pass-Generatoren. Möglich wäre auch, dass dieser Reisepass gestohlen wurde.

Gestohlener Ausweis?

Der Diebstahl des Ausweises wäre mir plausibel. Denn man kann bei der genauen Analyse mit Photoshop keine sichtbaren Bildmanipulationen. Auch wäre bei einem synthetisch generierte Bild die Schrift bzw. Buchstaben nicht unbedingt exakt genauso minimal schief, wie der Ausweis schief eingescannt wurde.

Bei der Unterschrift lässt sich nachvollziehen, dass die Nachträglich auf echten Papier geschrieben wurde und vermutlich nicht hineinkopiert. Den die schwarze Schrift hat in Teilbereichen des roten Wappens ebenfalls eine leichte Rotfärbung. Mit einer intelligenteren Fotomontage, wie bei Photoshop mit Ebenen „abdunkeln“, wäre aber auch das möglich, zu manipulieren.

Wenn es eine Fälschung ist, dann ist es eine aufwändig gestaltete, ansonsten gehe ich eher von gestohlenem Dokument aus.

Kopierte Unterschrift

Eben habe ich das noch überprüft. Die Unterschriften auf dem gesendeten Fax sowie auf dem Ausweis sind 100%ige Kopien. Pixelgenau. Auf das Milligrad genau die gleiche Schrägstellung. Die Analyse von Photoshop kann die absolute Sicherheit geben, dass eine der beiden Unterschriften gefälscht sein muss.

Da auf dem Fax die Unterschrift etwas „ausgefranst“ ist, gehe ich zur Zeit davon aus, dass sie mittels Freistellen aus dem Originalausweis kopiert wurde. Es ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass die Unterschrift in den Fake-Ausweis mittels „Abdunkeln“ oder ähnlicher Ebenenfunktionen hineinkopiert wurde.

UPDATE

Rückmeldung vom 02.12.2018

Ich habe Zuschriften erhalten, von zwei weiteren Lesern, die ebenfalls 7.6Mio bei dem jeweiligen entfernten Verwandten mit gleich lautendem Nachnamen in Aussicht stellen, bzw. einen Teil davon.

Rückmeldungen vom 03.12.2018

Zwei weitere angeschriebene Leser haben sich bei mir gemeldet, mit der gleichen Story, nur anderen Nachnamen. Auch dort wurde der gleiche Ausweis in der zweiten Email mit dem gleichen Text versendet. Dazu passend wird erklärt, dass es eine 21 Tages-Frist bei der Bank. Man müsse also zügig die Transaktion (in 14 Tagen garantiert) vornehmen… und so weiter…

Rückmeldungen vom 05.12.2018

Und eine Kontaktmöglichkeit vor Ort in Atlanta…

Allein heute bekam ich drei weitere Zuschriften von Lesern / Leserinnen mit gleichlautenden Faxen und identischem Betrag. Eine Leserin hat sogar persönliche Kontakte nach Atlanta und wird versuchen, ob sie für diesen Artikel sogar ein Foto der angegebenen Adresse „Carey Law LLC, 4086 Campbelton Road, Atlanta“ organisieren kann. Ich werde berichten, sobald ich dazu weitere Infos habe. Es bleibt also spannend! Wie es scheint dürften die ersten Faxe am 28.12. rausgegangen sein. Jedenfalls ist das das Datum des frühesten Empfängers, welches mir berichtet wurde. Einer der Zuschriften kam auch aus Österreich, wo offenbar ebenfalls nach gutgläubigen Erben gesucht wird.

06.12.2018: die 9. Meldung erreicht mich.

09.12.2018: Nun sind es 11 Meldungen mit gleichlautendem Inhalt. Der Kontakt in Atlanta hat uns noch kein Foto der Adresse mailen können.

Dies ist die Campellton Road 4086 in Atlanta. Keinerlei Hinweise auf die hier ansässige angebliche Carey Law Firm LLC. Jedenfalls nicht in google-Street-View. (c) google – Image Date: 2017 https://www.instantstreetview.com/@33.694537,-84.521928,162.28h,3.64p,0.03z

Mithilfe

Sind Sie auch betroffen sind oder sogar weitere Schritte gegangen sind, über die Sie hier berichtet wissen möchten, melden Sie sich gern bei mir. Falls Sie selber eine Webseite betreiben, verlinken Sie diese Artikel bitte prominent auf Ihrer Seite. Es ist wichtig, dass dieser Artikel in google gut gefunden wird, damit möglichst viele Betroffene vor einem Schaden bewahrt werden.

Ausblick:

Wer es mit ein wenig Humor sehen möchte, dem empfehle ich den Artikel vom Postillon:
Reicher nigerianischer Prinz bekommt ständig E-Mail-Absagen von Geschäftspartnern

Fazit

Von der Carey Law Firm LLC liegen mir nunmehr mehr als zwanzig! gleich lautende Schreiben an unterschiedliche Empfänger vor. Alle haben eine ähnliche Story und einen hohen Betrag von 7.6 Mio € oder mehr. Es kann hiermit absolut sicher von einem Betrugsversuch ausgegangen werden. Auch wenn hier mit Fax-Scam ein neues bisher unbekanntes Level erreicht wurde, bleibt die Masche dem aufmerksamen Leser dennoch zum Glück erkennbar. Dieser Artikel dient dazu, Menschen, die nach „Erfahrung“, „Betrug“ oder andere Themen in Zusammenhang mit dem Fax der Firma Carey Law aus Atlanta suchen, die notwendigen Informationen bei google finden können, um sich schnell ein Bild zu machen.

Die Firmen Carey Law Office LLC, die Carey Law Group LLC  oder die Carey Law aus Chicago haben nichts mit diesem Fake zu tun und sind anständige Unternehmen.

Hohnstein Law Professionall Corporation

Inzwischen firmiert diese Masche unter einem neuen Namen. Diesmal mit dem Absender „Hohnstein Law Professional Corporation“ aus Ontario, Canada (Kanada) angeblich aus der Queen St., Ottawa

Ein entsprechendes Fax liegt mir vor und wurde von einem aufmerksamen Leser meiner Webseite mir zugesandt. Es ist Inhaltlich sehr ähnlich den bisher versendeten Faxen. Wollen wir hoffen, dass auch darauf niemand hereinfallen wird.

Die dort angegebene Webseite ist wie im vorherigen Fall eine fast 1:1 Kopie einer echten Anwaltswebseite.

Die Fake-Webseite https://hohnsteinlaw.com/dolgin.html wurde übrigens von der folgenden echten Webseite kopiert: http://www.dpclaw.ca/dolgin.php

Update 01.05.2020

Inzwischen habe ich die zweite Rückmeldung mit gleich lautendem Fax von Hohnstein Law erhalten. Offenbar ist gerade eine neue Welle angelaufen. Ich hoffe sehr, dass niemand darauf hereinfällt.

Nochmals die Bitte: Wer eine Webseite oder einen FB-Account hat, möge diesen Beitrag bitte teilen, damit möglichst viele Menschen davon lesen können und der Artikel in google gut gefunden werden kann. Vielen Dank.

UPDATE 04.05.2020 die Fälle mehren sich

Es erreichen mich viele weitere Zuschriften aufmerksamer Leser mit jeweils identischen Inhalten. Auch der Vorschlag, mal zum Schein darauf einzugehen. Wer es macht, möge mir bitte gern das Ergebnis zusenden und ich veröffentliche das mit dem größten Vergnügen.

UPDATE 08.05.2020 erste Rückläufer

Ein weiterer aufmerksamer Leser meldet sich und berichtet von der gleichen Masche. Auch er bekam eine Reisepasskopie zugesandt und es fand ein Telefongespräch statt. Er berichtete von einem Zeitungsartikel, in dem die Polizei vor der Masche warnt. In dem dort abgelichteten Beispiel wurde ein Betrag von 9,5 Mio€ angegeben. Auch wurde berichtet, dass ein Opfer um einen nicht unerheblichen Betrag (100.000,-€) gebracht wurde, angeblich notwendig, zur Besorgung wichtiger Unterlagen zur Vorbereitung der Überweisung des Millionenerbes, welches jedoch nie angekommen ist. Wohl dem, wer gesundes Misstrauen hat.

Ein aufmerksamer Leser schickte mir eine Kopie des Ausweises von Michael Hohnstein zu. Der Ausweis sieht sehr echt aus und wurde entweder sehr gut gefälscht oder stammt aus einem Diebstahl. Die hier veröffentlichte Kopie habe ich etwas unkenntlich gemacht, für den Fall, dass es ein gestohlener Ausweis ist, um dem rechtmäßigen Eigentümer nicht zu schaden.

SINCLAIR & SINCLAIRE

UPDATE 24.06.2020: Eine neue Variante des Faxes ist von der Kanzlei Sinclair & Sinclair. Hier wird die Auszahlung einer sehr hohen Versicherungssumme in Aussicht gestellt. Natürlich ist auch dieses ein Betrugsversuch und sollte nicht beantwortet werden.

Harry Hochman

UPDATE 09.07.2020: Auch das neue Design von Harry Hochman aus Ontario bzw. inzwischen aus Toronto spielt den selben Sachverhalt wieder. Betrugsversuche auf scheinbar hohem Niveau. Die angebotene Summe liegt hier jetzt bei über 10 Millionen Euro Erbschaft. Vermutlich schlägt auch hier die Inflation zu. Denn bei meinem ersten Brief waren es noch 7,6 Mio.

Auch Harry Hochman ist eine erfundene Anwaltskanzlei mit einer echten Fake-Webseite, die professionell aussieht.

„Smith & Partners“, associates aus Texas, USA

UPDATE 15.08.2020: Mit einer bekannten (nobles Hotel) Adresse aus Texas, Grand Prairie, wird unter dem Namen „Smith & Partners“ die gleiche Masche neu aufgelegt. Ebenfalls per Fax. 10,6 Mio sind es hier, die einen Erben suchen. Wie bei den anderen Fällen eine Fake-Mitteilung, die darauf aus ist, durch Vorkassebetrug den vermeintlichen Erben um hohe Summen zu erleichtern. Wird von inzwischen zwei aufmerksamen Lesern dieses Artikels mir berichtet.

Daniel Silaghi Law

UPDATE 20.01.20222: wurde mir als weiterer Fax-Betrug gemeldet.

Auch hier liegt das Betrugs-Fax mir in Kopie vor. Gleiche Masche. Ich befürchte, dass dies offensichtlich noch immer lukrativ ist – schon über Jahre hinweg. Offensichtlich ist heute wieder so ein besonderer Aktivitätstag, weil mich gleich zwei Berichte erreichten.

Hier ein Beispiel:

Beispiel-Fax eines Betrugsversuches aus Kanada

21.01.2022 Ein weiteres Beispiel des oben gezeigten Faxes ist mir heute zugetragen worden. Offenbar diesmal mit einem zufällig tatsächlich existierenden Verwandten mit gleichen Namen, der jedoch noch nicht verstorben ist…

Gefälschte Sterbeurkunde und Behördenschreiben

UPDATE 26.01.2022: Ein geneigter Leser sendet mir folgende Dokumente zu, welche er als Antwort auf sein Schreiben an die Betrüger bekommen hat.

  • gefälschte Sterbeurkunde („certificate of death“)
  • eine gefakte eidesstattliche Erklärung von Forderungen („sworn affidavit of claim“)
  • ein Fake-Behördenschreiben („letter of administrtion“)
Eine gefälschte Sterbeurkunde – ein „certificate of death“ wird von den Betrügern bereitgestellt.
So sieht das gefälschte schreiben der Verwaltung aus. – „letter of administration“
Ein Beispiel einer gefälschten eidesstattlichen Erklärung – „sworn affidavit of claim“
Ein weiteres FAKE-Schreiben hier von der Bank. Es ist jedoch kategorisch auszuschließen, dass von der echten Bank so ein Schreiben verfasst worden ist.

Burnett & Jacobson LLP

UPDATE 31.01.2022: Fake Fax von Burnett & Jacobson LLP werden aktuell massenhaft Scam-Betrugs-Faxe versendet.

Beispiel Fax von Burnett & Jacobson LLP

UPDATE 2 bezüglich Burnett & Jacobson LLP

Wer es selbst nachprüfen möchte: Die angegebene Webseite mit anscheinend seriösen Inhalt: https://www.burnett……com/ ist eine 100%ige Kopie (nur Optik etwas anders – jedoch Inhalt gleich) des echten Anwaltes https://www.lldg.ca/ aus Kanada

Heakes Housley Law

UPDATE 31.01.2022 Fake Fax von Heake Housley Law

Auch von der erfundenen Heakes Housley Law werden entsprechende Faxe versendet.

Beispiel einer Fake-Rechnung

UPDATE 31.01.2022: Hier beginnt jetzt der Vorschuss-Betrug. Es werden ab jetzt immer mehr Forderungen gestellt und leider machen da offenbar so viele mit, dass es sich für die Betrüger noch immer auszahlt.

UPDATE 04.03.2022 erhöhte Rechnung mit „Letter of Guaranty“

Wer auf obigen Schmäh eingeht, bekommt bald die höheren Rechnungen zu Gesicht. Auch mit einer neuen Garantieerklärung der Bank wird nicht gespart.

Santos Cruz Advogados

Ein neues Fax von Santos Cruz Advogados, diesmal aus Portugal. Gleiches Schema wie bisher. Wollen wir hoffen, dass möglichst wenige darauf reinfallen.

Fake-Fax von Santos Cruz Advogados
Auch das Fax von Santos Cruz Advogados aus Portugal ist Scam!
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Peter Eppich

Peter Eppich ist Immobilienmakler in Freiburg, Bad Krozingen und Breisach mit Leidenschaft. Er gehört zu den Besten seiner Zunft und sieht sich als Experte speziell für hochwertige Immobilien, die einem solventen Käuferkreis zugänglich gemacht werden sollen.